Um eine Funkverbindung über kurze Entfernungen zwischen zwei Geräten aufzubauen, wird oftmals der Industriestandard IEEE 802 verwendet, der auch als Bluetooth bekannt ist. So können Bluetooth Handys, PDAs, Computer und Peripheriegeräte wie beispielsweise Headsets miteinander kommunizieren, ohne dass dabei ein Kabel zum Einsatz kommt. Somit gehört die mitunter lästige Verbindung von Geräten per USB-Kabel der Vergangenheit an.

Im Moment existieren zwei Versionen dieser Funk-Technologie, die sich hauptsächlich in der maximalen Übertragungsgeschwindigkeit voneinander unterscheiden. So ist das Bluetooth der Version 1.x mit einem Datenaustausch mit bis zu 732 kBits/s ausgestattet. Bei der neueren Version 2.x hingegen sind bis zu 2,1 Mbit/s möglich, also bis zum Dreifachen der Geschwindigkeit der Vorgängergeneration. Jedoch enthielten vor allem die Anfangs-Versionen 1.0 und 1.1B teilweise Sicherheitsmängel durch die sogenannte Bluetooth Hardware Device Address Transmission, kurz: BD_ADDR, die jedoch mit den nachfolgenden Versionen behoben wurden. Zudem ist gerade Bluetooth 2.x in der Lage, selbstständig Fehler zu beheben wie beispielsweise eine Fehlererkennung und -korrektur beim Empfänger der Daten, darüber hinaus kann es bei Bedarf das Datenpaket automatisch neu anfordern. Obwohl sich in puncto Reichweite keine Unterschiede ergeben und eine Kommunikation bis zu einer Entfernung von bis zu 100 Metern erfolgen kann, sollte man beim Kauf von Bluetooth Handys darauf achten, dass diese den Standard 2.x haben, da diese neben der hohen Übertragungsgeschwindigkeit auch unempfindlicher sind gegen statische Störer wie beispielsweise WLAN. Standardmäßig liegt die Reichweite für einen zuverlässigen Datenaustausch in Innenräumen bei etwa 10 Metern, was an reflektierenden Innenwänden liegt.

Bluetooth kommt häufig dann zum Einsatz, wenn eine Verbindung über Kabel als störend oder unpraktikabel empfunden wird. Dies ist häufig bei Headsets der Fall. So ist man bei Gesprächen nicht mehr lokal verbunden, sondern kann sich frei bewegen. Auch die Übertragung von Daten zwischen Handy und PC, beispielsweise beim Kopieren von Musikdateien, wird durch Bluetooth kabellos und bequem. Dies funktioniert nicht nur bei Musikdateien sondern auch bei anderen Daten wie Bildern oder Software, zum Beispiel Java-Programme. Doch Bluetooth eignet sich nicht nur zum Datenaustausch zwischen Handy und PC, sondern auch zwischen zwei Handys. So können beispielsweise Klingeltöne spontan und bequem ohne Kabel zwischen zwei Mobiltelefonen hin und her geschickt werden. Viele Handyhersteller haben ihre Software auf die Bluetooth-Features abgestimmt, was die Verbindung von Bluetooth Handy zu PC oder einem anderen Handy vereinfacht.

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Doch wie sicher ist Bluetooth? Vor einigen Jahren wurde ein Verfahren bekannt, mit dem Lauscher in der Lage waren, eine eigentlich abhörsichere Verbindung zu unterbrechen und unter Umständen sogar in sie einzubrechen, was allgemein als Daten-Phishing bekannt ist. Dabei wird die Verbindung durch Störsignale unterbrochen und der Handynutzer muss seine PIN erneut in das Gerät eingeben. Diese kann unter gewissen Umständen, vor allem wenn die PIN zu kurz ist, bei der Authentifizierung ausgelesen und geknackt werden. So erhält der Angreifer mithilfe bestimmter Software Zugriff auf die angegriffenen Geräte, mit denen er beliebige Verbindungen aufbauen kann. Für Bluetooth Handys, die die PIN permanent speichern, besteht diese Gefahr ohnehin nicht, da bei einem erneuten Verbindungsaufbau keine Authentifizierungsanfrage ausgelöst wird.

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